Marie Javouhey - Galerie Sievi



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Marie Javouhey

Künstler


» Biografie «


1945
Lebt in Semur en Auxois und Burgund, Frankreich.
Saone-et-Loire geboren, Frankreich.

Einzelausstellungen (Auswahl):

1981 - 1983
Semur-en-Auxois, Frankreich.

1984
Crédit Mutuel, Dijon, Frankreich.

1985
Universitätsbücherei, Reully-Vergy, Dijon, Frankreich.

1987 - 1993
Galerie Vauban, Frankreich.

1991 - 2004
Galerie Aktuarys, Straßburg, Frankreich.

1992 - 1993
Espace Gauguin, Pont - Aven, Frankreich.

1993
Galerie Cellier de Clairvaux, Dijon, Frankreich.

1993 - 2008
Galerie Sievi, Berlin, Deutschland.

1994
Museum des Ècuries Buffon, Montbard , Frankreich.

1995 - 2008
Galerie du Vieux Belfort, Belfort, Frankreich.

1995 - 1997
Galerie Lauer, Beaune, Frankreich.

1995 - 1998
Galerie Saint Vicent, Lyon, Frankreich.

1997 - 2007
Galerie GNG, Paris, Frankreich.

1998 - 2001
Galerie de Sausset-les-Pins, Frankreich.

1998
La Galerie, Dijon, Frankreich.

2000
Galerie L'Arbitaire, Dole, Frankreich.
Grand Hotel Concorde, Lyon, Frankreich.

2002
Galerie Wind, Soest, Holland.

2003
Expo. personnelle au Conseile Régional de Bourgogne; Dijon, Frankreich.

2004
Galerie Paschos, Grimaud, Schweiz.
Galerie Horizon, Hermance Genf, Schweiz.

2008
Galerie Sievi vom 05. September - 18. Oktober 2008.


Preise:

1991
Mèdaille d'argent de la Société d'encouragement aux Arts et Lettres.

1994
Erster Preis au salon Itinéraire à Levallois-Perret, Paris.


» Die Note «

Die Bilder von Marie Javouhey faszinieren den Betrachter. Sie faszinieren, durch ihre einzigartige Synthese von sensibler Beobachtung und durchdachter, gereifter Methode. Sie faszinieren, durch die Kraft ihrer lebendigen Farbe und die markanten Strukturen und sie hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Die reinen, strahlenden Farben, sind das erste, was einen erfasst. Farben, die ihre strahlende Intensität vor allem der von Marie Javouhey verwendeten Technik der 'gravure' verdanken.  Hierzu kratzt sie, nachdem sie mehrere verschiedene Farbschichten pastos auf das Bild aufgetragen hat, feine Furchen um einzelne Farbflächen aus der teilweise getrockneten Farbe heraus. So malt und modelliert sie zugleich, passt sich zunächst der Leinwand an, um sich anschliessend mit Kraft gegen den Widerstand der Materie durchzusetzen. Diese Gravuren, die ihren Bildern diese eindrucksvolle Struktur verleihen, lassen die Farben kontrastierter, strahlender wirken und erzeugen überraschende Effekte im Auge des Betrachters.

So wie unterbewusste oder längst vergessene Erlebnisse, die von anderen, jüngeren Erfahrungen überlagert, als Erinnerungen wieder in unser Bewusstsein aufsteigen, so treten jene untersten Farbschichten wieder hervor und geben den jüngeren Schichten erst ihre Bedeutung und Substanz. Ihre aktuelle Ausstellung trägt den Titel:'Note'. Ein Begriff der im Französischen, wie auch im Deutschen die gleichen Bedeutungen besitzt. Beispielsweise die Note oder Notiz, die dazu dient, etwas Wichtiges, einen Gedanken oder eine Nachricht, festzuhalten bzw. jemanden mitzuteilen. Dies kann mit Stift auf einem kleinen Zettel geschehen oder auch mit Tinte im Rahmen eines Tagebuches oder gar von Annalen. Marie Javouhey benutzt dafür Pinsel und Farben, und ihr imposantes 'Notizbuch' ist die Leinwand. Es sind ihre Erlebnisse und Erfahrungen, die sie auf so besondere Art 'notiert' und uns mitteilt.

Aber auch als musikalisches Zeichen ist uns die Note bekannt und spielt im Leben von Marie Javouhey eine wichtige Rolle. So sind einige ihrer Werke von Musik inspiriert, sind - wenn man so will - in Farbe komponierte Musik. Sie folgt keinem Trend, sie schwimmt auf keiner Woge des Zeitgeistes, sondern ihre Kunst steht für sich, ist zugleich Ausdruck von eigener Emanzipation wie auch von der Einfühlung in ihre Mitmenschen. Was Marie Javouhey so einzigartig macht, ist ihre Fähigkeit, mit den Augen und der Unbefangenheit eines Kindes die Welt zu schauen, diese Eindrücke, Erfahrungen und Gefühle in Farben und Formen auf der Leinwand spielerisch - gekonnt neu zu kreieren und das in einem Stil, der Ausdruck von grosser Erfahrung und künstlerische Reife ist. Dies offenbart sie uns nicht zuletzt in ihrer aktuellen Ausstellung, und zwar in einer Intensität und Vollkommenheit, wie selten zuvor.



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